Was ist MCP? Demo-Server

German-language demo server that explains MCP to non-technical readers. Search and read the pages of was-ist-mcp.ch from Claude, ChatGPT or Cursor. 8 of 10 tools work without login; the demo login for the other two is public.

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Dokümantasyon

Was ist MCP? Oft gehört, selten erklärt.

Ein gemeinsamer Anschluss, über den KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Claude andere Programme nutzen können, etwa Ihren Kalender. Was das bringt und was nicht, erklärt diese Seite.

Stand · 27. Oktober 2026Lesezeit 6 MinUnabhängige Informationsseite

Was Sie vermutlich schon gehört haben.

«Die zehn besten MCP-Server.» «Warum jede Firma jetzt MCP braucht.» «MCP ändert alles.» Solche Titel kennen Sie vielleicht aus LinkedIn oder aus Newslettern. Meist schreiben dort Fachleute für Fachleute. Die einfache Frage bleibt offen: Was habe ich davon?

Zuerst die Antwort auf die Frage, was MCP ist. MCP steht für Model Context Protocol und ist ein gemeinsamer Standard ¹, also eine Regel, an die sich alle Beteiligten halten. Sie legt fest, wie KI-Anwendungen wie ChatGPT, Claude oder Gemini an andere Programme angeschlossen werden: an Ihren Kalender, an Ihre Dokumente, an die Datenbank Ihrer Firma.

Was Sie davon haben:

  • Antworten aus Ihren eigenen Unterlagen. Die KI-Anwendung kann im angeschlossenen Programm nachschlagen, statt nur aus ihrem allgemeinen Wissen zu antworten.
  • Erledigen statt nur erklären. Sie kann dort auch etwas tun, etwa einen Termin eintragen oder eine E-Mail vorbereiten. Vor solchen Schritten fragen die gängigen Anwendungen bei Ihnen nach.
  • Einmal anschliessen, in mehreren Anwendungen nutzen. Ein Programm, das MCP versteht, funktioniert in jeder KI-Anwendung, die MCP ebenfalls unterstützt.² Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden.
  • Sie bestimmen, was angeschlossen ist. Eine Verbindung besteht erst, wenn Sie oder Ihre IT sie in der KI-Anwendung einrichten.

Was MCP nicht kann, gehört auch dazu: Die KI wird dadurch nicht klüger, und sie kann sich weiterhin irren. Mehr dazu auf der Seite Was MCP nicht ist.

Was USB-C zwischen elektrischen Geräten ist, was Twint zwischen Banken ist, ist MCP zwischen KI und Werkzeugen. Ein gemeinsamer Standard. Eine Verbindung, die einfach funktioniert.

Erst USB, jetzt MCP.

USB kennen Sie. Aus Ihrem Telefon, Ihrem Laptop, Ihrer Kamera. Heute selbstverständlich. Vor einigen Jahren noch nicht.

Damals hatte jedes Gerät seinen eigenen Stecker. Drucker, Kameras, Tastaturen. Alles unterschiedlich. Wer ein neues Gerät anschloss, brauchte oft einen eigenen Treiber.

Dann setzte sich USB-C durch. Ein einziger Stecker, den alle Geräte verstehen. Heute kommt jedes neue Gerät damit auf den Markt. So laden Sie heute verschiedene Smartphones mit demselben Kabel und schliessen alle möglichen Geräte an Ihren Laptop an, ohne dass der Laptop-Hersteller wissen muss, was Sie alles anschliessen wollen.

So ist es heute bei KI. Was USB-C für Geräte wurde, ist MCP für KI: der eine Anschluss, den alle verstehen.

Pixel-Art-Illustration: Ein USB-C-Kabel liegt in einer geschwungenen Kurve. Darüber schweben drei kleine Geräte (Laptop, Notizbuch, Datenbank), die noch nicht angeschlossen sind. Sinnbild dafür, dass jede KI über denselben Standard mit jedem Werkzeug verbunden werden kann.

Pixel-Art-Illustration: Ein USB-C-Kabel liegt in einer geschwungenen Kurve. Darüber schweben drei kleine Geräte (Laptop, Notizbuch, Datenbank), die noch nicht angeschlossen sind. Sinnbild dafür, dass jede KI über denselben Standard mit jedem Werkzeug verbunden werden kann.

MCP heisst:Model Context Protocol.

Der Name ist Englisch. Hier sind die drei Wörter, einzeln übersetzt und erklärt.

Model

Model ist Englisch für Modell. Gemeint ist die KI selbst, also das Programm, das Ihre Frage versteht und die Antwort formuliert. In der Fachsprache heisst es Sprachmodell oder kurz Modell.

Context

Context heisst Kontext, also das Umfeld. Gemeint ist alles, was das Modell über Ihre Situation wissen muss und nicht schon von sich aus weiss: Ihre Termine, Ihre Dokumente, die Programme, die es nutzen darf.

Protocol

Protocol heisst Protokoll, aber nicht im Sinn von Sitzungsprotokoll. Gemeint ist ein Regelwerk wie beim diplomatischen Protokoll: wer wann was sagt und in welcher Form. Hier regelt es, wie die KI-Anwendung und die angeschlossenen Programme miteinander sprechen.

Das entscheidende Wort ist Protocol. MCP ist keine neue KI und kein neues Programm, sondern eine Regel, an die sich KI-Anwendungen und Programme halten. Sein Nutzen zeigt sich deshalb vor allem dort, wo mehrere KI-Anwendungen und mehrere Programme zusammenspielen.

Kontext, an Ihrer eigenen Situation erklärt.

Nehmen Sie diesen Moment. Sie haben von MCP gehört, vielleicht ein paar Beiträge dazu gelesen, und wollen jetzt verstehen, worum es geht. Sie sitzen am Laptop oder halten das Smartphone in der Hand. Sie könnten Begriffe googeln oder ChatGPT fragen. Daneben liegt vielleicht ein Notizbuch, in das Sie das Wichtigste schreiben.

Das alles ist Ihr Kontext: was Sie schon wissen, welche Hilfsmittel Sie zur Hand haben und wo Ergebnisse landen sollen.

Eine KI, die Ihnen dabei gut helfen soll, müsste genau das kennen. Sie müsste wissen, was Sie schon gelesen haben, damit sie nicht bei null anfängt. Und praktisch wäre es, wenn sie das Wichtigste gleich selbst in Ihre Notizen schreiben könnte, statt dass Sie ihre Antwort abtippen. Von sich aus kann sie beides nicht. Sie kennt nur, was Sie ihr im Gespräch sagen, und je nach Anwendung, was sie sich aus früheren Gesprächen gemerkt hat.

Ein Anschluss an Ihre Programme bringt ihr zwei Dinge:

KI, die in Ihren Quellen nachschlägt.

Pixel-Art-Szene: Die Glühbirne (Symbol für die KI) holt ein Buch aus einem Bücherregal, das über ein USB-C-Kabel angeschlossen ist, und reicht es der Eule (Symbol für die Nutzerin).

Über einen Anschluss kann die KI in Quellen lesen: in Ihren Notizen und Dokumenten, in einer Rechtsdatenbank, im Handbuch Ihrer Firma. Die Fakten kommen dann aus einer Quelle, die Sie kennen. Zusammenfassen muss die KI sie trotzdem selbst, und dabei kann sie sich irren.

KI, die etwas tut, nicht nur sagt.

Pixel-Art-Szene: Die Glühbirne (Symbol für die KI) steuert über ein USB-C-Kabel einen Roboterarm, der ein Paket auf ein Förderband legt. Das Förderband führt zur Eule (Symbol für die Nutzerin).

Über einen Anschluss kann die KI in Programmen etwas erledigen: eine Notiz anlegen, einen Termin eintragen, eine Nachricht vorbereiten. Die gängigen Anwendungen fragen vor solchen Schritten nach, und Sie können bestätigen oder abbrechen. Manche Anwendungen lassen Sie einzelne Aktionen auch dauerhaft erlauben.

Beides geht auch ohne MCP. Dann hat aber jede KI-Anwendung ihr eigenes System dafür, und keines passt zum anderen. Zwei Beispiele zeigen, was das konkret bedeutet.

[!open] Open Sie haben ein Produkthandbuch und möchten, dass eine KI-Anwendung daraus Fragen beantwortet. In ChatGPT laden Sie es in ein «GPT» hoch. In Gemini in ein «Gem». In Claude in ein «Project». Drei KI-Anwendungen, drei Mal hochladen. Wird das Handbuch aktualisiert, müssen Sie es überall erneut hochladen.

Sie möchten, dass eine KI-Anwendung Termine in Ihren Google-Kalender einträgt. In ChatGPT richten Sie eine «Action» ein. In Gemini nutzen Sie eine verbundene App. Zwei Systeme, zwei Konfigurationen, zwei Wartungsaufwände.

[!open] Open Der Hersteller oder Ihre IT macht das Handbuch einmal über einen MCP-Server zugänglich. ChatGPT, Claude und Gemini können darauf zugreifen. Wird es aktualisiert, sehen es alle.

Der Anbieter des Kalenders stellt einmal einen MCP-Anschluss bereit. Dieselben KI-Anwendungen können damit Termine lesen und eintragen. Wechseln Sie die KI-Anwendung, nutzen Sie denselben Anschluss dort weiter.

Wie MCP funktioniert, an einem Beispiel.

Bei jeder Frage prüft das Modell zuerst, ob ihm eines der angeschlossenen Programme beim Antworten hilft.

Das läuft in fünf Schritten ab:

  1. Sie stellen eine Frage in Ihrer KI-Anwendung, etwa in ChatGPT oder Claude.
  2. Die Anwendung gibt die Frage an das Modell weiter, zusammen mit einer Liste aller Funktionen, die die angeschlossenen Programme anbieten. Zu jeder Funktion gehört eine kurze Beschreibung, etwa «Freie Zeiten im Kalender anzeigen».
  3. Das Modell liest die Liste und wählt aus, welche Funktionen zur Frage passen. Es kann auch keine wählen.
  4. Die Anwendung ruft die gewählten Funktionen über MCP auf. Bei Aktionen fragt sie in der Regel vorher bei Ihnen nach. Die Ergebnisse gehen zurück an das Modell.
  5. Das Modell formuliert die Antwort aus Ihrer Frage und den Ergebnissen.

Schritt 3 ist der Kern. Probieren Sie ihn selbst aus: Für einen Moment sind Sie das Modell.

Die Frage, die bei Ihnen ankommt

«Ich möchte Anna nächste Woche für eine Stunde treffen. Finde zwei freie Termine und schlag sie ihr per E-Mail vor.»

Diese Funktionen bieten die angeschlossenen Programme an. Welche brauchen Sie, um die Frage gut zu beantworten? Wählen Sie beliebig viele aus, oder gar keine.

  • Kalender · liest Freie Zeiten anzeigen Zeigt, wann in einem Zeitraum keine Termine eingetragen sind.
  • Kalender · handelt Termin eintragen Trägt einen neuen Termin in den Kalender ein.
  • Kontakte · liest Kontakt suchen Findet Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer einer Person.
  • E-Mail · handelt Entwurf erstellen Legt eine E-Mail als Entwurf ab, ohne sie zu senden.
  • E-Mail · handelt E-Mail senden Verschickt eine E-Mail sofort.
  • Wetter · liest Wettervorhersage Gibt die Vorhersage für einen Ort und einen Tag aus.
  • Dateien · liest Dokumente durchsuchen Sucht in Ihren Dokumenten nach Stichworten.

Ein echtes Modell geht genau so vor. Es sieht nur die Namen und kurzen Beschreibungen der Funktionen, nicht die Programme dahinter. Darum entscheidet die Qualität dieser Beschreibungen mit darüber, wie gut es wählt.

Wer bestimmt, und wer dahintersteht.

Wer was bestimmt. Welche Programme angeschlossen sind, legen Sie oder Ihre IT in den Einstellungen der KI-Anwendung fest, je nach Anwendung etwa unter «Connectors» oder «Apps». Das Modell wählt nur unter den Funktionen, die dort freigegeben sind, und die Anwendung führt nur diese aus.³ Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die Anleitungen MCP in Claude verbinden und MCP in ChatGPT verbinden.

Wohin Ihre Daten gehen, regelt MCP nicht. Ihre Frage und die Ergebnisse gehen an den Anbieter des Modells. Was das Modell anfragt, geht an den Betreiber des angeschlossenen Programms. Was das im Einzelnen heisst, steht auf der Seite Sicherheit und Datenschutz bei MCP.

Wer hinter MCP steht. MCP stammt ursprünglich von Anthropic, der Firma hinter Claude. Seit Dezember 2025 betreut eine Stiftung unter dem Dach der Linux Foundation den Standard als offenes Projekt. OpenAI, Google, Microsoft und AWS sind Mitglieder. Kein einzelner Anbieter bestimmt allein darüber.⁴

Weiterlesen.

Sechs Vertiefungen, je nach Interesse. Jede Seite steht für sich, und Sie müssen sie nicht der Reihe nach lesen.

Wie MCP funktioniert

Eine Stufe tiefer als diese Seite. Wer beteiligt ist, was ein Anschluss anbieten kann und was die KI ohne und mit MCP sieht.

MCP für Privatpersonen

Was Sie privat Neues machen können. Mit ehrlichen Beispielen und der Grenze zwischen Nachschlagen und Handeln.

MCP für Ihr Unternehmen

Was sich ändert, wenn Ihr Unternehmen eigene Werkzeuge über MCP bereitstellt. Warum ein MCP-Server den Chatbot ersetzt.

Sicherheit und Datenschutz

Wer sieht was, wenn KI auf Ihre Programme zugreift. Was Sie steuern, und eine Checkliste zum Mitnehmen.

Was MCP nicht ist

Was MCP nicht leistet und wo es an Grenzen stösst. Eine ehrliche Einordnung, ohne Hochglanz.

MCP-Server im Überblick

Welche Programme heute MCP sprechen. Welche Schweizer Dienste schon dabei sind, und welche noch nicht.